Kaiserslautern (Deutschland)

Standort:

Kaiserslautern (seit 1966)

Aktuelles Produktionsprogramm

Karosserie, Sitz und Fahrwerkskomponenten
2.0 Diesel Motoren
  (Stand 2016)

Gesamtfläche

Gesamt: 1.530.000 Quadratmeter

Jahreskapazität

 

Mitarbeiter:

2.130 (Stand 2018)
1.700 (Stand 2019)


History

Am 22. Dezember 1964 veröffentlichte man den Ansiedlungsvertrag für das neue Werk. Die Rüsselsheimer kaufen sogar mehr als doppelt soviel Fläche, wie zur Nutzung ausgewiesen war. 150 Millionen DM wurden investiert. Einweihung und Start des neuen Werkers erfolgte im Jahr 1966. Der bestehende Opel-Standort Kaiserslautern ist heute Sitz des Zentrums der europäischen Komponentenwerke und einer Motorenfertigung sowie Motorenaufbereitung der GM Powertrain Germany GmbH und der GM Powertrain Kaiserslautern Germany GmbH. Im Produktionsverbund von General Motors Europa ist Kaiserslautern somit ein wichtiges Zentrum der Komponentenfertigung. Die Mission heißt: „Opel in Kaiserslautern: Teile fürs Automobil. Dem Kunden und dem Wettbewerb verpflichtet.“
Das Werk beliefert Zusammenbauwerke von GM Europa und ist auch Zulieferer für andere Automobilhersteller.

Im Jahr 1970 begann der Produktionsstart von Fahrwerksteilen wie z.B. Hinterachsen und der Sitzrahmenfertigung. Schon 1972 entstand in Erweiterung ein 7.600 qm großes Presswerk, welches bis heute auf 45.000 Quadratmeter vergrößert wurde. Die seinerzeit größte Stufenpresse Europas, mit einem Gewicht von 650 Tonnen und einer  Presskraft von 3.600 Tonnen, stand zum zehnjährigen Jubiläum im Werk. Gleichzeitig wurde die neue Familie-0-Motorenfertigung sowie die Zylinderkopffertigung ausgeweitet. Nur drei Jahre später begann die Motorkomponentenfertigung. Die ersten kompletten Vierzylinder-Aggregate der Motorenfamilie II, mit 1.8 und 2.0 Liter Hubraum, wurden 1981 gebaut. Es folgten die Antriebswellen-Produktion im Jahr 1989 sowie zwei Jahre später die Innengelenke für die Antriebswellen. Ab 1993 lieferte Kaiserslautern auch Servolenkungen.

Da der Bedarf an Dieselmotoren stieg, entschied man sich für ein neues DI-Dieselmotorenwerk. Nach zwei Jahren Bauzeit wurden ab 1996 die neuen direkteinspritzenden ECOTEC-Diesel-Motoren-Generation (2.0 DI, 2.0 DTI und 2.2 DTI) gefertigt.
Zur Auslieferung der einzelnen Komponenten und Teile wird seit 1995 auf dem Gelände ein Warenverteilzentrum betrieben.
1999 bereiteten viele der damaligen 5.340 Mitarbeiter die Produktionsanlagen für die völlig neu entwickelten Leichtmetallmotoren vor, die ab 2001 gefertigt wurden. Zu diesem Zeitpunkt übernahm Opel Powertrain GmbH die Verantwortung für die Motorenwerke.
Zum Standort gehört auch die Saginaw Deutschland GmbH, die seit Mai 2000 unter dem Namen "Opel Diesel & Komponenten GmbH" firmiert. Die Opel Tochter fertigt Direkteinspritzer-Turbo-Dieselmotoren und Servolenkungen.

Im Juli 2004 begannen die Aufbauarbeiten für eine neue Motor- und Zylinderkopfmontage für den 1.9-Liter Dieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung, der ab  2005 geliefert werden konnte. Im August 2008 folgte ein neues Schweißwerk. In dieser hoch modernen Fertigung arbeiten 165 Roboter in 15 Fertigungszellen. Auf einer Fläche von 8000 qm werden Zusammenbaugruppen und Unterzusammenbauten für den Insignia produziert. Aus den Unterzusammenbauten werden Vorder- und Hinterrahmen, die untere Rückwand sowie die Radgehäuse montiert.

Im Sommer 2011 wurde das 750.000ste Exemplar des 2.0-Liter-Vierzylinder-Turbodieselmotors gebaut. Grund für den Markterfolg des Diesels aus Kaiserslautern war seine hohe Durchzugskraft bei niedrigem Kraftstoffverbrauch und geringen CO2-Emissionen. Das Werk konnte nun bis zu 250.000 Dieselmotoren pro Jahr bauen, statt bisher maximal 180.000. Im Juli 2016 gab es am Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen zur 50-Jahr-Feier.

Bis heute produziert das Werk in Großserie Blechpressteile und Fahrwerkkomponenten. Eine führende Position beansprucht man auch beim Training der 2.130 Mitarbeiter. Unfallfreiheit, Spitzenqualität und ständige Verbesserung aller Abläufe sind die vorherrschenden Arbeitsziele. Die demografische Entwicklung der Mitarbeiter wird in verschiedenen Programmen und Trainingsmodulen speziell auf die Anforderungen älterer Mitarbeiter abgestimmt.

Kurzüberblick

 
1966  Werkseröffnung
1970   Produktionsstart von Fahrwerksteilen wie Hinterachsen, zusätzlich startet die Sitzrahmenfertigung
1972  Das Presswerk entsteht und wird in mehreren Schritten von ursprünglich 7.600 auf 45.000 Quadratmeter vergrößert.
1976  Zum zehnjährigen Jubiläum wird die seinerzeit größte Stufenpresse Europas mit einem Gewicht von 650 Tonnen errichtet 
1978  Produktionsstart von Motorkomponenten
1989  Produktionsstart des ersten Motors im Werk Kaiserslautern
1981  Produktionsstart der Motorenfamilie-2 mit 1,8 und 2,0 Liter Hubraum
1989  Aufnahme der Antriebswellen-Produktion
1993   Produktionsstart der ersten Servolenkungen
1994  Grundsteinlegung für das neue Dieselmotoren-Werk
1995  Mit der Eröffnung eines Warenverteilzentrums wird die Werkslogistik revolutioniert
1996  Produktionsstart der ersten direkteinspritzenden ECOTEC-Dieselmotoren-Generation (2.0 DI, 2.0 DTI und 2.2 DTI) 
1997   Jubiläum: fünfmillionster Motor der Familie-2.
2001   Produktionsstart einer neuen, komplett aus Leichtmetall gefertigten Motorenfamilie
2004   Jubiläum: die 500.000ste Aluminiumhaube für einen Opel Signum wird produziert 
2005   Produktionsstart der neuen Dieselmotoren-Fertigung
2008   Produktionsstart von Insignia-Komponenten wie Aluminiumhauben, Vorderrahmen, Vorderradträger und Hinterachsen
2011   Jubiläum: das 750.000ste Exemplar des 2.0-Liter-Vierzylinder-Turbodieselmotors
2013   Jubiläum: der einmillionste BiTurbo-Diesel wird gefertigt
2014   Produktionsstart des neuen Euro-6-Zweiliter-Hightech-Diesels 
2015   Produktionsstart der Karosseriekomponenten für den Opel Astra (K 
2016   50 Jahre Werk Kaiserslautern
2017   Produktionsstart von Aluminium- und Strukturkomponenten für den neuen Opel Insignia