Kaiserslautern (Deutschland)

Standort:

Kaiserslautern (seit 1966)

Aktuelles Produktionsprogramm

Karosserie, Sitz und Fahrwerkskomponenten
2.0 Diesel Motoren
  (Stand 2016)

Gesamtfläche

Gesamt: 1.530.000 Quadratmeter

Jahreskapazität

 

Mitarbeiter:

2.140 (Stand 2016)


Historie:

Der seit 1966 bestehende Opel-Standort Kaiserslautern ist heute Sitz des Zentrums der europäischen Komponentenwerke und einer Motorenfertigung sowie Motorenaufbereitung der GM Powertrain Germany GmbH und der GM Powertrain Kaiserslautern Germany GmbH. Im Produktionsverbund von General Motors Europa ist Kaiserslautern somit ein wichtiges Zentrum der Komponentenfertigung. Die Mission heißt: „Opel in Kaiserslautern: Teile fürs Automobil. Dem Kunden und dem Wettbewerb verpflichtet.“
Das Werk beliefert Zusammenbauwerke von GM Europa und ist auch Zulieferer für andere Automobilhersteller.

Im Jahr 1970 begann der Produktionsstart von Fahrwerksteilen wie z.B. Hinterachsen und der Sitzrahmenfertigung. Schon 1972 entstand in Erweiterung ein 7.600 qm großes Presswerk, welches bis heute auf 45.000 Quadratmeter vergrößert wurde. Die seinerzeit größte Stufenpresse Europas, mit einem Gewicht von 650 Tonnen und einer  Presskraft von 3.600 Tonnen, stand zum zehnjährigen Jubiläum im Werk. Gleichzeitig wurde die neue Familie-0-Motorenfertigung sowie die Zylinderkopffertigung ausgeweitet. Nur drei Jahre später begann die Motorkomponentenfertigung. Die ersten kompletten Vierzylinder-Aggregate der Motorenfamilie II, mit 1.8 und 2.0 Liter Hubraum, wurden 1981 gebaut. Es folgten die Antriebswellen-Produktion im Jahr 1989 sowie zwei Jahre später die Innengelenke für die Antriebswellen. Ab 1993 lieferte Kaiserslautern auch Servolenkungen.

Da der Bedarf an Dieselmotoren stieg, entschied man sich für ein neues DI-Dieselmotorenwerk. Nach zwei Jahren Bauzeit wurden ab 1996 die neuen direkteinspritzenden ECOTEC-Diesel-Motoren-Generation (2.0 DI, 2.0 DTI und 2.2 DTI) gefertigt.
Zur Auslieferung der einzelnen Komponenten und Teile wird seit 1995 auf dem Gelände ein Warenverteilzentrum betrieben.
1999 bereitete man in Kaiserslautern die Produktionsanlagen für die völlig neu entwickelten Leichtmetallmotoren vor, die ab 2001 gefertigt wurden. Zu diesem Zeitpunkt übernahm Opel Powertrain GmbH die Verantwortung für die Motorenwerke.

Im Juli 2004 begannen die Aufbauarbeiten für eine neue Motor- und Zylinderkopfmontage für den 1.9-Liter Dieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung, der ab  2005 geliefert werden konnte. Im August 2008 folgte ein neues Schweißwerk. In dieser hoch modernen Fertigung arbeiten 165 Roboter in 15 Fertigungszellen. Auf einer Fläche von 8000 qm werden Zusammenbaugruppen und Unterzusammenbauten für den Insignia produziert. Aus den Unterzusammenbauten werden Vorder- und Hinterrahmen, die untere Rückwand sowie die Radgehäuse montiert.

Im Sommer 2011 wurde das 750.000ste Exemplar des 2.0-Liter-Vierzylinder-Turbodieselmotors gebaut. Grund für den Markterfolg des Diesels aus Kaiserslautern war seine hohe Durchzugskraft bei niedrigem Kraftstoffverbrauch und geringen CO2-Emissionen. Das Werk konnte nun bis zu 250.000 Dieselmotoren pro Jahr bauen, statt bisher maximal 180.000. Im Juli 2016 gab es am Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen zur 50-Jahr-Feier.

Bis heute produziert das Werk in Großserie Blechpressteile und Fahrwerkkomponenten. Eine führende Position beansprucht man auch beim Training der 2.130 Mitarbeiter. Unfallfreiheit, Spitzenqualität und ständige Verbesserung aller Abläufe sind die vorherrschenden Arbeitsziele. Die demografische Entwicklung der Mitarbeiter wird in verschiedenen Programmen und Trainingsmodulen speziell auf die Anforderungen älterer Mitarbeiter abgestimmt.